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23-07-2016 | Camilla Gilbro

10 Tipps fürs Reisen mit Kindern

 

Ich gebe selten Tipps, denn Ratschläge bekommt man als Mama meistens schneller als man „Stinkewindel“ sagen kann. Wenn ich aber von etwas Ahnung habe, dann davon wie man möglichst entspannt mit 3 Kleinkindern von A nach B kommt. Ich bin sogar schon mit allen drei Kids (Motti ist grade 4 geworden, die Zwillinge 3 Jahre alt) nach Berlin verreist.

 

 

Hier meine ultimativen Tipps um nicht den Verstand zu verlieren:

 

1. Geeignetes Reiseziel aussuchen / Die Kinder mit Büchern/Filmen auf das Reiseland einstimmen/ Eine Packliste machen

 

Fangen wir mal bei „geeignetes Reiseziel“ an. Ich finde, dass man mit Kindern grundsätzlich alles machen kann, was man auch ohne Kinder machen kann. Abgesehen vielleicht von Bungeejumping. Dennoch ist es von Vorteil, wenn man das Reiseziel wenigstens ein bisschen darauf auslegt dass man mit einem (oder mehreren) Kleinkindern unterwegs ist. Als nächstes kann ich (je nach Alter der Kinder) empfehlen sie schon ein bisschen auf den Reiseort einzustimmen. Geht es ans Meer? Super dann kann man sich vielleicht schon mal ein Buch über das Meer anschauen. Geht es in ein Land in dem die Menschen eine andere Sprache sprechen? Dann könnt ihr euer Kind darauf vorbereiten, dass die Menschen komisch klingen könnten und es sie nicht mehr sofort versteht.

 

Dann kommt eine Packliste. Und zwar nicht nur für euch, sondern auch fürs Kind. Am besten mit kleinen Kästchen zum abhaken. Druckt sie gleich zwei mal aus, dann könnt ihr eine für die Anreise und eine Liste für die Abreise verwenden. So seid ihr sicher, dass ihr wirklich alles wieder im Gepäck verstaut habt.

 

2. Rucksack vs Koffer

 

Wenn möglich verzichtet auf einen Koffer. Zumindest wenn ihr alleine mit Kind(ern) reist und kein anderer Erwachsener dabei ist der euch helfen kann. Denn ihr werdet alle Hände voll zu tun haben und mit einem Rucksack auf dem Rücken habt ihr die Hände frei.

 

 

3. Kinderwagen oder Buggy mitnehmen.

 

Nehmt einen Kinderwagen oder einen Buggy mit. Selbst wenn eure Kids eigentlich schon laufen können, ist es für alle praktischer, wenn ihr beim Sightseeing in New York die Kids mal eben in den Buggy setzen könnt. Damit ihr keine  Angst haben müsst das euer Kinderwagen/Buggy auf dem Flug (und das passiert leider recht häufig) kaputt geht, nutzt Schutztaschen. Denn ein kaputter Kinderwagen oder Buggy ist nicht nur ärgerlich, wenn man ihn dann am Zielort braucht, sondern auch total blöd wenn ihr den Wagen später verkaufen möchtet. Airshells bietet da ganz tolle Schutztaschen und das sogar für Zwillingswagen!

 

4. Bucht für eure Kinder einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug

 

Wenn euer Kind noch unter 2 Jahre alt ist, dann bekommt es normalerweise keinen eigenen Sitzplatz im Flugzeug sondern sitzt auf eurem Schoß. Die ganzen 16 Stunden. In der Theorie schläft es natürlich die ganze Zeit, in der Praxis wird es auf euch herumturnen und euch in den Wahnsinn treiben. Außerdem sitzt (bestenfalls euer Partner) jemand neben euch der vielleicht nicht 100% auf „Mittendrin statt nur dabei“ steht.

Deshalb: Versucht für euer Kind einen eigenen Sitzplatz zu buchen. Kinder unter 2 Jahren brauchen außerdem eine eigene, erwachsene Begleitperson. Solltet ihr also Drillinge haben, wird es unter umständen schwierig mit dem Fliegen. Erkundigt euch bei der Airline, wie die genauen Richtlinien sind.

 

5. ALLES muss durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen! ALLES.

 

Alles muss durch die Sicherheitskontrolle im Flughafen. Auch das Spielzeugauto und der geliebte Teddybär. Damit das Drama in der Schlange vor dem Röntgengerät nicht zu groß wird, erklärt es euren Kindern besser schon ein paar Tage vor Abflug.

 

 

6. Pausen einplanen

 

Es sind doch „nur“ 16 Stunden bis Wien, wenn wir durchfahren? Das sind definitiv Streckenplanungen aus eurem alten Leben. Ab jetzt heißt es: Pausen einplanen. Zum bewegen, essen, spielen und vor allem damit die lieben Kleinen nicht in die Hose machen.

 

7. Besonderes Spielzeug und Kopfhörer mitnehmen.

 

Reisezeit ist die Zeit für neues Spielzeug. Kleines, handliches aber neues Spielzeug. Denn das Plüschtier was man von Zuhause kennt das beschäftigt ein Kleinkind natürlich eher nicht. Ein ganz neues, frisches dagegen viel länger. Beschäftigte Kleinkinder sind (relativ) ruhige Kleinkinder. Kopfhörer (es gibt sie auch mit Reglern die dafür sorgen, dass das Kind sich beim Hören nicht das Trommelfell wegpustet) sind ein Segen für einen selbst und die Mitreisenden. Wer will schon Kinderlieder in Dauerschleife hören?

 

8. Wechselkleidung für dich und die Kinder

 

Nehmt Wechselkleidung im Handgepäck mit. Denn es ist wahrscheinlich, dass ein Kind mit Schokohänden diese eher an deinem Pulli abwischt als an der Serviette. Oder dem Kind wird schlecht und es spuckt dir auf deinen Pulli. Oder die Windel platzt. Auf dem 16 Stunden Flug. Ohne Wechselkleidung musst du mit den nach Kinderkotze stinkenden Klamotten durch den Flughafen laufen. Willkommen im Urlaub.

 

 

9. Entschuldige dich

 

Entschuldige dich bei deinen Mitreisenden. Kleine Kinder auf engem Raum (und das ist ja meist der Fall wenn man reist) sind anstrengend. Auch für deine Mitmenschen! Mitmenschen, welche vielleicht noch gar keine eigenen Kinder haben (und daher nicht wissen, dass es ganz normal ist wenn die Kinder singen) oder sie erinnern sich nur sehr lückenhaft an ihre eigenen Kinder die „SOWAS“ natürlich nie gemacht haben. Ein „Entschuldigung“ wirkt meistens sehr deeskalierend.

 

Sollten sich deine Mitmenschen allerdings wirklich wie Idioten aufführen und grundlos mit euch schimpfen, dann ignoriere sie.

 

10. Erwarte das Schlimmste

 

Den besten Tipp habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Erwarte das Schlimmste. Denn wenn nur 1 von 3 Kindern einen Trotzanfall im Gate haben, nur ein Kind zur Stinkwolke des Todes mutiert und du nur einmal kurz davor warst die Stewardess um eine FLASCHE Rotwein anzubetteln, dann lief es doch eigentlich ganz gut. Besser als erwartet zumindest.

 

Gute Reise!

 

 

 


Dieser blog wird geschrieben von http://blogprinzessin.de/

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